Navigation
Malteser in der Diözese Essen - Soziales Engagement im Ehrenamt

Besucher auf vier Pfoten

Unsere 'Besucher auf vier Pfoten' sind speziell ausgebildete Teams, die aus jeweils einem Hund und dessen Halter bestehen. Gemeinsam besuchen diese demenziell veränderte Menschen, betreuen Kinder und Behinderte in verschiedenen Einrichtungen und kommen auch zu Ihnen nach Hause. Unser Dienst ist kostenlos und soll helfen, Lebensfreude zu spenden. So können z.B. Hunde zur Re-Aktivierung von Menschen beitragen, einen Krankheitsverlauf verlangsamen oder Kindern helfen, ihre Angst zu verlieren.

Die Essener Hundestaffel umfasst zur Zeit ca. 50 aktive Hund-Halter-Besuchsteams die verschiedene Einrichtungen besuchen. Die Ausbildung neuer Teams findet in Kooperation mit professionellen Hundetrainern statt.

Unsere Hunde sind keine Therapie- , sondern Besuchshunde. Die Arbeit der Hund-Halter-Teams kann in Gruppen- oder Einzelbesuchen stattfinden - je nachdem, was Hund und Halter liegt oder was von den Besuchten gewünscht wird.

Wenn ihr Hund...

Mindestens 15 Monate alt ist
über einen guten Grundgehorsam verfügt
ein positives Sozialverhalten besitzt
gesund ist
und gern kuschelt,

freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme.

Wir bieten eine sorgfältige Ausbildung von Hund und Halter zum Einsatz von Hunden im Besuchsdienst und zu sozialpflegerischen Themen.

Ihre Ansprechpartner vor Ort:

Alexander Zielke
Referent Soziales Ehrenamt
Tel. (0201) 82047-26
E-Mail senden
Dirk Schürmann
Leiter Besuchs- und Begleitungsdienste mit Hund
Tel. (0201) 820480
E-Mail senden

Sie leben allein und wünschen sich hin und wieder etwas Gesellschaft? Dann wenden Sie sich an unseren Besuchs- und Begleitungsdienst. Er ist für Sie kostenlos und ohne jegliche Verpflichtungen.

Egal, ob Sie in den eigenen vier Wänden, im Betreuten Wohnen oder einer Pflegeeinrichtung leben, unsere Ehrenamtlichen besuchen Sie gerne!

Alexander Zielke begleitet den Besuchsdienst in Essen fachlich und betont: „Leider traut sich nicht jeder zu sagen: Ja, ich brauche jemanden, der mich besucht. Unsere Ehrenamtlichen wollen kein Mitleid verteilen, sondern einfach eine nette Gesellschaft anbieten, beide Seiten sollen eine schöne Zeit miteinander verbringen."

Ein kleines Mädchen streichelt den Malteser Besuchshund Polly.

Damit die große Nachfrage der Senioren bewältigt werden kann, ist der Besuchs- und Begleitungsdienst auf neue Ehrenamtliche angewiesen, die ein bis zwei Mal pro Woche ein wenig Zeit verschenken möchten.

Die Voraussetzungen für eine ehrenamtliche Mitarbeit sind denkbar einfach. Sie sollten:

  • etwas freie Zeit haben
  • verlässlich sein
  • Interesse am Umgang mit älteren Menschen haben
  • bereit sein, an Gruppenabenden teilzunehmen, bei denen der fachliche Austausch mit anderen Ehrenamtlichen und der BBD-Leitung im Mittelpunkt steht
  • Interesse an Fort- und Weiterbildungen haben

Wer sich für ein Ehrenamt im Malteser Besuchs- und Begleitungsdienst entscheidet, gewinnt neue Kontakte und erweitert sein persönliches Netzwerk. Die Besuche bei den Senioren werden vorab ganz individuell vereinbart, je nach Lebens- und Arbeitssituation des Ehrenamtlichen.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann genügt ein Anruf oder eine Email! Weitere Informationen erhalten Sie bei Alexander Zielke, Tel.: (0201) 82047-26, E-Mail: alexander.zielke(at)malteser(dot)org.

Gestatten: Pitu, ein Malteser Besuchshund im Schuleinsatz

Hallo zusammen, ich heiße Pitu, bin fünf Jahre alt und bin ein Bordercollie-Mischling. Ich bin also ein englischer Hütehund. Ich bin sehr neugierig, aufgeschlossen und freundlich – zumindest sagt das mein Frauchen Marietta immer. Weil ich gut gehorche und mich so gerne streicheln lasse, habe ich einen ganz besonderen Job: Zusammen mit meinem Frauchen besuche ich Menschen in verschiedenen Einrichtungen. Ich bin nämlich ein Malteser Besuchshund.

Heute Morgen musste ich ganz früh aufstehen, weil ich Frauchen in die Schule begleiten durfte. Sie ist Lehrerin an der Grundschule an der Victoriastraße in Essen-Katernberg und nimmt mich oft in den Unterricht mit. Frauchen fährt mit dem Fahrrad und ich laufe neben ihr her. Das ist unser gemeinsames Fitnessprogramm am Morgen, was für ein Spaß!

Toll, die Schülerinnen und Schüler warten schon auf mich vor dem Klassenraum! Alle freuen sich, mich zu sehen und ich bin ganz aus dem Häuschen. Eine herzliche Begrüßung! Und dann geht auch der schon der Unterricht los: Mathe steht heute auf dem Stundenplan. Ein Kind rechnet an der Tafel eine Aufgabe vor. 132 : 7 – ganz schön kompliziert. Während die Schüler ihre Matheaufgaben machen, laufe ich zwischen den Gruppentischen hin und her und lasse mich streicheln. Julia schreibt mit einer Hand das Ergebnis einer Divisionsaufgabe auf und krault mir mit der anderen Hand das Fell. Das tut gut! Einige Kinder hatten am Anfang ein bisschen Angst vor mir, das hat sich aber schnell gelegt. Ich tu‘ doch nichts! Es gab sogar ein Mädchen, das früher oft aggressiv reagiert hat. Heute ist sie viel ausgeglichener und sicherer im Umgang mit den anderen. Frauchen sagt sogar, dass das auch ein bisschen an mir liegt!

Jetzt werden die Kinder etwas unruhiger und es wird mir ein bisschen zu laut. Das kann ich nicht gut haben. Deshalb ziehe ich mich auf meine Decke unter Frauchens Schreibtisch zurück. Die Kinder merken aber schnell, dass sie leiser sein müssen und arbeiten wieder konzentrierter. Frauchen sagt immer, dass ich wie ein Lautstärkeradar bin! Weil ich öfter mit in den Unterricht komme, lernen die Schüler immer besser, wie sie mit mir umgehen sollen. Natürlich gibt es auch Pitu-Regeln. Zum Beispiel dürfen mich nicht mehr als zwei Kinder gleichzeitig tätscheln. Das würde mich nämlich viel zu sehr stressen. Meistens klappt das aber super und mir tun die Streicheleinheiten richtig gut!

Die Mathestunde ist nun vorbei. Puh, war das anstrengend mit den ganzen Zahlen! Weil alle so gut mitgearbeitet haben, geht’s zur Belohnung auf den Schulhof. Hier üben die Kinder Tricks mit mir, klasse! ‚Sitz‘ und ‚Platz machen‘ kann ja fast jeder Hund. Ich habe aber noch ein paar außergewöhnliche Kunststückchen drauf: wenn die Kinder rufen „Pitu, es stinkt“, lege ich meine Pfoten über meine Schnauze, so als hätte jemand gepupst. Witzig! Tanzen kann ich natürlich auch. Dann drehe ich mich ganz schnell im Kreis und warte auf mein Leckerli!

Oh, es klingelt zum Schulschluss! Viel zu schnell geht so ein Hunde-Schultag zu Ende. Aber morgen ist ja wieder ein neuer Schultag.  

Weitere Informationen

Besuchshunden helfen

Eine ältere Dame schmiegt sich an einen Malteser Besuchshund.

Unterstützen Sie die Besuchshundestaffel durch eine Spende auf betterplace.org!

Unser Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V.  |  Pax-Bank  |  IBAN: DE29370601201201206266  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODED1PA7