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Malteser in der Diözese Essen - Soziales Engagement im Ehrenamt

Bilanz zum Tag des europäischen Notrufs

Malteser bildeten 2016 im Ruhrgebiet fast 12.000 Menschen aus

11.02.2017

Nur 17 Prozent der Deutschen wissen, dass die Notrufnummer 112 in der ganzen EU gilt. Die Malteser wollen gemeinsam mit den übrigen Hilfsorganisationen die 112 fest in den Köpfen der Menschen verankern. „Denn mit der 112 den Notruf absetzen, ist wesentlicher Bestandteil der Rettungskette und sollte jeder können“, betont Melanie Adelstein, Leiterin der Ausbildung im Ruhrgebiet. Neben dem telefonischen Hilferuf, sind besonders die Erste- Hilfe Maßnahmen entscheidend, wenn es darum geht, Leben zu retten und die Minuten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu überbrücken.


Genau 11.851 Kursbesucher zählten die Malteser im vergangenen Jahr quer durch das Ruhrgebiet, so viele wie nie zuvor. Und diese Anzahl soll sich auch 2017 noch einmal erhöhen. „Wir planen das Angebot in der Ersten- Hilfe noch deutlich auszuweiten und streben neben einer Erhöhung der Kurszahlen auch weitere Standorte an“ betont Melanie Adelstein. Allerdings lässt sich von diesen Zahlen nicht die Schlussfolgerung ableiten, dass mehr Menschen aus Interesse und eigenem Antrieb sich in Erster Hilfe ausbilden lassen. Die meisten Kursteilnehmer sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Unternehmen, die auf gesetzlicher Grundlage den Kurs besuchen. Doch gerade im privaten Umfeld sehen die Malteser enormen Bedarf. Sehr viele Notfälle und schwere Erkrankungen passieren im häuslichen Umfeld und gut ausgebildete Ersthelfer können hier Familienmitgliedern, Angehörigen und Freunden das Leben retten. "Im Notfall können die ersten Minuten entscheidend sein“, weiß die erfahrene Ausbildungsleiterin. So sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit bei einem Herzkreislaufstillstand ohne Wiederbelebungsversuche pro Minute um fast 10 Prozent. „Auch die Methoden der Ersten- Hilfe entwickeln sich ständig weiter und eine Ausbildung am Defibrillator gehört mittlerweile zum Standard in den Kursen“ so Adelstein.


Für die weiterhin hohen Zahlen in der Ausbildung sieht Melanie Adelstein aber auch wesentliche Gründe. So hat sich die Ausbildung in der Ersten- Hilfe Mitte 2015 deutlich verkürzt. Anstelle von zwei Tagen werden die wichtigen Inhalte den Teilnehmern nun binnen einem Tag vermittelt. Das ist durch eine Änderung des methodisch didaktischen Ausbildungskonzeptes möglich geworden. Theorieinhalte wurden reduziert und die Praxis in den Vordergrund der Ausbildung gerückt. Darüber hinaus gibt es Erste-Hilfe Spezialkurse, die die besonderen Anforderungen von demenziell Erkrankten aufgreifen und berücksichtigen oder ein speziell für Senioren ausgerichtetes Angebot.
Unsere Empfehlung: Frischen Sie ihren Erste- Hilfe Kurs regelmäßig auf, so kann im Ernstfall richtig und lebensrettend reagiert werden. Informationen zu dem Erste-Hilfe Kursangebot der Malteser erhalten Sie unter:   www.malteser-kurse.de oder unter Tel.  0800 / 8099033

Weitere Informationen

Unser Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V.  |  Pax-Bank  |  IBAN: DE29370601201201206266  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODED1PA7